2001 bis 2010

So modern und leistungsfähig wie nie zuvor: Der neue Flughafen Dresden

Das im März 2001 eröffnete Abfertigungsgebäude gilt aufgrund seiner Industriearchitektur als eines der schönsten Terminals Deutschlands. Gleichzeitig gingen der S-Bahnhof "Dresden Flughafen“ – Sachsens erste und bislang einzige unterirdische Bahnstation –, ein Parkhaus mit etwa 1.500 Stellplätzen sowie die neue Vorfeldfläche "Ramp 3“ für die Flugzeugabfertigung in Betrieb. Parkhaus und Terminal wurden mit der futuristischen gläsernen Fußgängerbrücke "Skywalk“ verbunden – darüber beträgt der kürzeste Weg zum Check-in nur 120 Meter. Der neue Wetterradarturm, architektonisches Wahrzeichen an der Zufahrt zum Terminal, wurde 2001 mit dem Erlweinpreis der Landeshauptstadt Dresden ausgezeichnet.

Auch in den Folgejahren drehten sich am Flughafen die Baukräne. Es entstanden eine neue Feuerwache (2003), ein neuer Tower für die Deutsche Flugsicherung (2005), eine Kleinflugzeughalle (2005), eine neue Hauptzufahrt ("Tor 14“) zum Luftsicherheitsbereich (2006), ein Hubschrauberhangar für Polizei und Deutsche Rettungsflugwacht (2007) sowie ein Logistikzentrum mit drei Lagerhallen für DB Schenker (1999, 2003, 2005). Eine logistische Meisterleistung war das Großprojekt Start- und Landebahn. Als erster Flughafen Europas sanierte Dresden 2006/2007 seine Runway bei laufendem Betrieb von Grund auf und verlängerte sie um 350 auf 2.850 Meter. Am Morgen des 30. August 2007 startete eine Boeing 737-500 der Lufthansa nach Frankfurt als erstes reguläres Flugzeug von der neuen Piste. Die alte Bahn wurde abgerissen und begrünt.

2009, im 700. Gründungsjahr des Stadtteils Klotzsche, sanierte der Flughafen die Vorfeldfläche "Ramp 2“ und begann mit der Erweiterung des Parkhauses um 1.300 auf rund 2.900 Plätze (Fertigstellung im Juni 2010). Darüber hinaus investierte der Airport in moderne Technik für die Werkfeuerwehr, den Winterdienst und die Passagierabfertigung. Eine Vorreiterrolle bewies er bei der Einführung des hochmodernen Löschfahrzeuges "Panther 8x8“ (2007) und von CUSS-Automaten (Common Use Self Service) für den Self-Check-in. Sie bieten erstmals eine Plattform für mehrere Airlines statt wie zuvor nur für eine.

Auch die Angebote zum Einkaufen und Einkehren im Terminal sowie das Veranstaltungs-Portfolio wurden erweitert. Die Flughafennacht erfreut sich seit 2008 ebenso großer Beliebtheit wie die Familientage, Reisetage und Konzerte im Rahmen des Dixieland-Festivals und der Jazztage Dresden. Als exklusiver Messe- und Tagungsort hat sich der Dresdner Airport bei regional und international agierenden Kunden einen Namen gemacht. Bei Service-Umfragen erhält er von Passagieren und Besuchern gute bis sehr gute Noten.

Fast 3.000 Menschen waren 2009 am Standort Flughafen beschäftigt, davon viele bei der traditionsreichen Luftfahrtindustrie. Auch sie setzte in den vergangenen Jahren auf Modernisierung und Erweiterung. So hat sich Dresden wieder zu einem bedeutenden Luftfahrtstandort Deutschlands entwickelt. Die EADS Elbe Flugzeugwerke, die Airbus-Passagierflugzeuge in Frachter umrüsten, eröffneten 2006 den Hangar "Stellplatz 6“. 2007/2008 vergrößerte das Unternehmen seine "Halle 285“, damit dort auch Flugzeuge vom Typ Airbus A330 Platz haben. In einer extra dafür gebauten Halle der IABG Industrieanlagen Betriebsgesellschaft und IMA Materialforschung und Anwendungstechnik begann 2005 der Materialermüdungstest am weltweit größten und modernsten Passagierflugzeug Airbus A380-800. Neben dieser Testhalle errichtete IABG ein weiteres Gebäude für den Betriebsfestigkeitsversuch am Militärtransporter Airbus A400M, der 2010 beginnen soll.

2008 feierten der Flughafen, die ansässige Luftfahrtindustrie und das Verkehrsmuseum Dresden den 50. Jahrestag des Erstfluges der "152“. Die Entwicklung dieses legendären Düsenjets bildete den Grundstein für die heutige erfolgreiche Luftfahrtindustrie in Dresden.



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Nach Jahren der Bautätigkeit besitzt Dresden nun einen der modernsten und leistungsfähigsten Flughäfen Deutschlands. Bis zu 1,86 Millionen Passagiere (2008) nutzen ihn im Jahr, mehr als 15 Millionen waren es seit der Eröffnung des neuen Terminals. Zu den Fluggästen gehörten auch Staatsgäste wie US-Präsident Barack Obama, der russische Ministerpräsident Wladimir Putin, die dänische Königin Margrethe II. und Fürst Albert II. von Monaco.

Außer Obamas Regierungsflugzeug Air Force One waren in der jüngeren Zeit der Airbus A380, der Landeanflüge ("Touch and go“) übte, und mehrmals das imposante Transportflugzeug Airbus A300-600 ST "Beluga“ in Dresden zu Gast.

Illustration: Ein Streifzug durch die Geschichte der Dresdner Luftfahrt

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