Ablassen von Kraftstoffen durch Flugzeuge

Illustration: Dunstfahnen aufgrund kondensierender Luftfeuchtigkeit
Dunstfahnen aufgrund kondensierender Luftfeuchtigkeit

Möglicherweise sind auch Ihnen schon Geschichten erzählt worden, in denen von Flugzeugen berichtet wird, die hin und wieder während des Fluges im Umfeld der Flughäfen einfach Treibstoff ablassen. Was ist wahr an diesen Erzählungen?

Langstreckenflugzeuge sind durch ihre hohe Treibstoffkapazität bauartbedingt nicht in der Lage, vollgetankt zu landen. Durch die Leichtbauweise von Fahrwerk und Bremsen liegt bei diesen Flugzeugtypen das höchstzulässige Landegewicht deutlich unter dem höchstzulässigen Startgewicht. Bei auftretenden technischen Problemen unmittelbar nach dem Start kann es notwendig sein, vor der Landung Treibstoff abzulassen, um das Gewicht zu reduzieren. Für diesen Vorgang, das "Fuel-Dumping", ist eine Genehmigung durch die zuständige Flugsicherung notwendig. Fuel-Dumping ist also

  • ausschließlich für Notfälle vorgesehen
  • wegen notwendiger technischer Einrichtungen nur bei Langstreckenflugzeugen möglich
  • pro 30.000 Starts deutschlandweit nur je einmal zu verzeichnen
  • im Raum Dresden in den letzten Jahren nicht ein einziges Mal vorgekommen.

Durch die Einhaltung einer Mindesthöhe von 1.500 Metern ist es wegen der Verdampfung des abgelassenen Treibstoffes bei normalen Wetterbedingungen höchst unwahrscheinlich, dass am Boden Treibstoffreste nachgewiesen werden können. Dies wurde durch entsprechende Messungen bestätigt.

Am Flughafen Dresden International sinkt die Wahrscheinlichkeit noch weiter, da hier keine Langstreckenflugzeuge planmäßig verkehren. Von Zeit zu Zeit beobachtete Dunstfahnen hinter landenden Flugzeugen sind auf kondensierende Luftfeuchtigkeit bei entsprechenden Wetterlagen zurückzuführen.