Standorte der Lärmmessstellen
In der Nacht gelangen die Messwerte bzw. Fluglärmereignisse vom Vortag in die Zentrale und werden dort den Flugbewegungen zugeordnet. Das heißt, jedes Fluglärmereignis wird mit der verursachenden Flugbewegung korreliert. Für die Korrelation wird ein Zeitfenstermodell verwendet. Dies bedeutet, dass ausgehend von den aktuellen Start- oder Landezeiten der Luftfahrzeuge, welche im Flugtagebuch des Flughafens registriert werden, der Überflugszeitpunkt an der Messstelle ermittelt wird. Dabei wird die An- und Abfluggeschwindigkeit der unterschiedlichen Luftfahrzeugtypenklassen (Strahlflugzeuge; Propellerflugzeuge; Hubschrauber) besonders berücksichtigt. Lärmereignisse, welche die Fluglärmerkennungsparameter erfüllen und nahe dem theoretisch ermittelten Überflugzeitpunkt registriert wurden, können so automatisch zugeordnet werden.
Um Verfälschungen zu vermeiden, wird unter Verwendung der Meteorologiedaten, welche an zwei Messstellen zeitgleich zu den Fluglärmereignissen gemessen werden, geprüft, ob im Messzeitraum extreme Witterungsbedingungen (z. B. Windgeschwindigkeiten > 8,3 m/sec) vorherrschten. Sollte das der Fall sein, werden die unter diesen Bedingungen erhobenen Fluglärmereignisse automatisch gekennzeichnet und aus der Statistik entfernt.
Nach einer manuellen Sichtung der Fluglärmereignisse und Korrelationen lassen sich nun im letzen Schritt die wichtigsten akustischen Kenndaten, wie zum Beispiel der Dauerschallpegel entsprechend DIN 45643, berechnen.
Standorte der stationären Messstellen
- Messstelle 1: Wasserturm Hellerau, Brunnenweg
- Messstelle 2: 84. Schule, Tessenowweg, Hellerau
- Messstelle 3: Wohnhaus, Medinger Straße 12, Hermsdorf
- Messstelle 4: Wohnhaus, Grüne Aue 45, Dresden-Rähnitz
- Messstelle 5: Hindernisbefeuerungsmast Flughafengelände/Schelsberg, Weixdorf
Der Flughafen Dresden International arbeitet eng mit Cirrus Research plc zusammen. Der britische Hersteller von Schallpegelmesstechnik mit Niederlassung in Dresden lieferte Fluglärmüberwachungsanlagen für die fünf stationären und zwei mobilen Messpunkte am Dresdner Airport.
