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Biomonitoring

Der Begriff Biomonitoring kommt aus dem Englischen und setzt sich zusammen aus bio = biologisch und monitoring = Prüfung, Überwachung. Es gibt verschiedene Methoden zur Beobachtung der Umweltqualität durch Bioindikatoren. In der Ökologie liefert das Biomonitoring Informationen über die Auswirkung aller abiotischen und biotischen Faktoren im Ökosystem. Der Flughafen Dresden International führt jährlich ein Biomonitoring mit Bienen durch. 2008 fand einmalig ein Biomonitoring mit Grünkohl statt.

Kontakt

Steffen Mäder
Lärm-/Umweltschutz
Tel: 0351-8813020
Fax:0351-8813024

Biomonitoring mit Bienen

Illustration: Biomonitoring mit Bienen
Illustration: Honig vom Flughafen Dresden
Mit einem besonderen Umweltprojekt untersucht die Flughafen Dresden GmbH die Problematik der Belastungen durch vom Luftverkehr verursachte Schadstoffe. Regelmäßig werden während des Bienenjahres auf dem Flughafengelände zwei Bienenvölker gehalten, die den Schadstoffausstoß der startenden und landenden Flugzeuge überwachen sollen. Der lebende Organismus »Biene« wird eingesetzt, um Schadstoff-verbreitungen nachzuweisen. Die Eigenschaften der Biene als Indikator und Sammler sowie die mögliche Akkumulation von Schadstoffen in Pollen, Wachs und Honig sollen in diesem Versuch zur »Überwachung« und Einschätzung von Immissionen im Beobachtungsgebiet dienen.
Bienen nehmen Schadstoffe direkt über Wasser/Luft oder indirekt über Nektar- und Pollenfracht auf. Da sie bei der Nahrungssuche ein Gebiet von ca. 12 km² abdecken, kann das Biomonitoring repräsentativ aufzeigen, wie sich die Schadstoffbelastung zusammensetzt. Es ergibt sich ein Bild der Umwelt-bedingungen im Erntegebiet.
Illustration: Imker Ekkehard Rambach
Im Auftrag der Flughafen Dresden GmbH betreut der Imker Ekkehard Rambach (Foto) aus Langebrück zwei seiner Völker auf dem Flughafengelände. Er stellt die Körbe in einem unmittelbar an den Flughafenzaun angrenzenden Gehölz auf. Damit deckt der Aktionsradius der Bienen (zwischen 2 und 4 km) sowohl den Bereich der Start- und Landebahn als auch angrenzende Bereiche von Weixdorf und Gebiete nordwestlich der Autobahn A4 ab. Ein Teil der Ernte der so genannten Frühjahrs- und Sommertracht wird als Probenmaterial für Laboruntersuchungen genutzt. Zwei anerkannte Institute analysieren die Proben. Die Untersuchung der Honigproben auf die Parametergruppen Schwermetalle, PAK und BTEX führt das nach ISO 17025 akkreditierte und nach § 14 AMG zugelassene Analytiklabor Orga Lab GmbH in Zirndorf durch. Diese Parameter gelten als typische »verkehrsbedingte« Substanzen.
Schwermetalle wurden nicht bzw. nur in geringen Konzentrationen nachgewiesen. Sie unterschritten Höchst-wertvorschläge der EU in jedem Falle deutlich. PAK (Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) und BTEX (Ethylbenzol, Benzol, Toluol, Xylole) wurden nicht nachgewiesen. Signifikante verkehrsbedingte Umwelt-belastungen sind somit im Honig nicht nachweisbar.
Illustration: Honig vom Flughafen Dresden

Die Honigqualität bekam von der mit der Untersuchung beauftragten Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau Bestnoten. »Der Honig erfüllt in den untersuchten Qualitätsmerkmalen die Anforderungen der deutschen Honigverordnung und die Bestimmungen des Deutschen Imkerbundes«, attestieren die Prüfprotokolle sowohl der Frühjahrs- als auch der Sommertracht. Die Ergebnisse wurden durch gleichartige Untersuchungen, die an den Flughäfen Nürnberg, Hamburg, Köln/Bonn, Hannover und Lübeck durchgeführt wurden, für diese Flughäfen ebenfalls bestätigt.

2004 wurde das Biomonitoring erstmals am Dresdner Airport durchgeführt. Es wird regelmäßig fortgeführt, um nachzuweisen, dass die Ergebnisse keine Eintagsfliege bzw. -biene waren. Der geerntete Honig wird als Präsent verwendet.

Biomonitoring mit Grünkohl

Illustration: Anpflanzung des Grünkohls
Anpflanzung am 16. Juli 2008 (v.l.): Dieter Hoefer (Presseclub Dresden), Andreas Searty (Hilton Dresden), Dr. Michael Hupe (Flughafen Dresden)
Illustration: Ernte des Grünkohls

Ernte am 18. Dezember 2008:
Flughafen-Geschäftsführer Dr. Michael Hupe erntete das an Vitamin C reiche Gemüse höchstpersönlich.

Illustration: Übergabe des Grünkohls
Übergabe am 18. Dezember 2008: Grünkohlkönig Dr. Michael Hupe übergab - mit Zepter in der Hand - den Grünkohl an die Küche vom Hilton Dresden.
2008 gab es ein zweites Öko-Projekt: den Anbau von Grünkohl. Mit dieser Zeigerpflanze lassen sich Luft- und Bodenschadstoffe nachweisen. Dr. Michael Hupe, Geschäftsführer der Flughafen Dresden GmbH, war zu dieser Zeit Dresdner Grünkohlkönig, wodurch die Idee einer Grünkohl-Anpflanzung entstand. Dem Grünkohl vom Flughafen wurden beste Werte attestiert. Das Gemüse wurde in der Küche des Hilton Dresden zubereitet.
 

 

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