Umweltschutz
Die Unternehmensleitlinie der Flughafen Dresden GmbH zum Umweltschutz lautet: »Wir betreiben unseren Flughafen mit bewusster Verantwortung für unsere Umwelt. Ökologischen Erfordernissen stehen wir aufgeschlossen gegenüber. Wir setzen natürliche Ressourcen sparsam ein.«
Ausgehend von dieser Zielstellung werden bei der Planung und im täglichen Betrieb vielfältige Aspekte des Umweltschutzes berücksichtigt. Insbesondere werden alle Anstrengungen unternommen, um negative Auswirkungen des Luftverkehrs soweit als möglich zu minimieren.
Lärmschutz
Mit dem Ziel, die Lärmauswirkungen des Flughafens auf das Umland möglichst gering zu halten, hat die Flughafen Dresden GmbH freiwillig eine Reihe von Maßnahmen getroffen.
So wurden unter anderem:
- eine lärmorientierte Gebührenpolitik geschaffen, die leise Luftfahrzeuge bevorzugt und so die Fluggesellschaften zum Einsatz moderner, weniger lauter Flugzeuge motiviert und
- Maßnahmen zur Förderung des baulichen Schallschutzes bis Ende 2002 in Höhe von 2,8 Mio. Euro finanziert.
Wasser
Zur Verbesserung des Gewässerschutzes und zur Minimierung aus dem Flughafenbetrieb resultierender Gewässerbelastungen wurden unter anderem folgende Maßnahmen durchgeführt:
- Minimierung des Niederschlagsabflusses von den Flugbetriebsflächen durch Neubau von Regenrückhalteanlagen
- Minimierung der Gewässerbelastung der Vorfluter durch sparsamen Einsatz wenig umweltbelastender Enteisungsmittel für Flugzeuge und Flugbetriebsflächen und durch Ableitung enteisungsmittelhaltiger Niederschlagswässer in das Schmutzwassernetz der Stadt Dresden
- Senkung des Trinkwasserverbrauches, unter anderem durch Bau und Betrieb einer Regenwassernutzungsanlage
- Sanierung einer Bodenkontamination im Bereich des ehemaligen Flughafentanklagers
Naturschutz
Gemeinsam mit den Naturschutzbehörden wurden die im Flughafenbereich befindlichen Biotope erfasst und es wurden Maßnahmen zu Erhaltung und Pflege abgestimmt.
Resultierend aus Baumaßnahmen und den Sicherheitsanforderungen des Luftverkehrs mussten im Bereich des Flughafens Bäume gefällt und Grünflächen umgewandelt werden. In Abstimmung mit den zuständigen Naturschutzbehörden wurden und werden die notwendigen Ausgleichsmaßnahmen im Bereich zweier Landschaftsschutzgebiete, welche unmittelbar an das Flughafengelände anschließen, durchgeführt.
Durch den »Deutschen Ausschuss zur Verhütung von Vogelschlägen im Luftverkehr e. V.« wurde das Biotopgutachten für den Flughafen Dresden im Jahre 2004 fortgeschrieben. Neben einer Bewertung der Wirksamkeit bereits eingeleiteter Maßnahmen wurden dabei weitere Wege und Möglichkeiten aufgezeigt, um Vogelschläge (Kollisionen von Vögeln mit Luftfahrzeugen in der Luft) zu verhindern bzw. zu minimieren. Als wesentlicher Schwerpunkt haben sich dabei die Bereiche außerhalb des eigentlichen Flughafengeländes erwiesen. Hier sollen zukünftig unter Federführung der Luftverkehrsbehörde weitere Maßnahmen geprüft und umgesetzt werden.
Bei den Untersuchungen zur Fortschreibung des Biotopgutachtens konnte festgestellt werden, dass die in den letzten Jahren erfolgte Umstellung der Bewirtschaftung der Grünlandflächen des Flughafens auf eine Langgraswirtschaft erfolgreich war. Durch die durchgeführte extensive Bewirtschaftung der Grünlandflächen (Verzicht auf Dünger und Pflanzenschutzmittel; ein- bis maximal zweimalige Mahd pro Jahr, erste Mahd nicht vor Mitte Juli) wurden die Grünflächen zu naturschutzfachlich hochwertigen Biotopen gestaltet. Der Bestand an relativ langem Gras, der bei dieser Bewirtschaftungsart im überwiegenden Zeitraum der Vegetationsperiode vorhanden ist, bewirkt, dass insbesondere größere Vögel (z. B. Greifvögel) ihre Beute im hohen Gras nicht mehr erspähen können und das Gelände somit als Jagdrevier unattraktiv ist. Somit wurden Anzahl, Aufenthaltsdauer und Häufigkeit vogelschlagsrelevanter Arten kontinuierlich reduziert. den Gepäckwagen wählen.
Energiemanagement
Der Flughafen hat einen hohen Bedarf an Energie. Entsprechend der Spezifik als Dienstleister muss eine Reihe von Systemen und Anlagen ständig verfügbar sein, während der Betreiber relativ wenig Einfluss auf die Auslastung der Anlagen und Systeme und somit auf die Effizienz des Energieeinsatzes hat. Unter Beachtung dieser Randbedingungen werden jedoch alle Anstrengungen unternommen, um den Energieverbrauch zu minimieren. Ein wesentlicher Aspekt ist dabei die Planung neuer Anlagen und der Ersatz veralteter Technik. Mit Inbetriebnahme der umgestalteten Halle 224 als »Flughafentechnische Betriebe« wurde 1998 ein wesentlicher Schritt auf diesem Weg getan. Bei der Umgestaltung der Werkstätten wurde auf bedarfsgerechte und energiesparende Ausrüstung der entsprechenden Werkstätten und Lagerräume geachtet.
Einen weiteren Meilenstein stellte die Inbetriebnahme des neuen Flughafen Dresden Terminals im März 2001 dar. Bei der Planung und beim Bau wurden die neuesten Erkenntnisse bezüglich Klimatisierung und Beleuchtung beachtet und umgesetzt. Durch die Zentralisierung einer Vielzahl von Flughafenfunktionen in diesem modernen Gebäude wurde auch ein Beitrag zur Erhöhung der Energieeffizienz geleistet.
Mit dem inzwischen abgeschlossenen Ausbau des Systems der Energieverteilung am Flughafen Dresden wurde gleichzeitig eine anlagengenaue Verbrauchserfassung auf EDV-Basis gesichert. So können Verbräuche aktuell erfasst und in Bezug auf Einsparungspotenziale differenziert ausgewertet werden.
Abfallwirtschaft
Für den Flughafen Dresden wurde ein Abfallwirtschaftskonzept erstellt und umgesetzt. Nach der Erfassung der Ist-Situation wurden anfallstellenbezogene Möglichkeiten der Vermeidung, Verminderung und Verwertung der anfallenden Abfälle erarbeitet. Durch Abarbeitung eines Maßnahmeplanes wurden die Vorschläge des Konzeptes in die Praxis umgesetzt. Schwerpunkt der Bemühungen bildet die kontinuierliche Reduzierung des Restabfallaufkommens. Dazu gehört neben der Trennung von Wertstoffen und Restabfall auch die Senkung der Sonderabfallmenge durch Substitution eingesetzter Stoffe.
