1989 bis 2000

Wendezeiten, Zeitenwende: Vervielfachung der Passagierzahlen und umfassende Modernisierung

Ende 1989 befanden sich die politischen Verhältnisse in rascher Veränderung, die DDR-Bürger erkämpften sich die lang geforderte Reisefreiheit. Interflug richtete noch im Dezember eine erste Linie nach Hamburg ein, in den kommenden Monaten folgten Verbindungen in wichtige westdeutsche und einige westeuropäische Städte. Nach der deutschen Wiedervereinigung ging der Flughafen an die neu gegründete Flughafen Dresden GmbH über, deren Gesellschafter heute die Mitteldeutsche Airport Holding, der Freistaat Sachsen sowie die Landkreise Bautzen und Meißen sind.

Anfang der 90er Jahre "explodierten" die Verkehrsleistungen regelrecht: Reiseveranstalter offerierten viele neue Urlaubsangebote, Charterfluggesellschaften eröffneten Flugverbindungen zu den Touristikgebieten rund um das Mittelmeer, viele Angestellte der Sächsischen Staatsregierung pendelten in "Beamten-Shuttles" zwischen den alten Bundesländern und Dresden. Wurden 1990 noch 203.541 Passagiere abgefertigt, war es 1992 bereits mehr als eine Million. Es bestand dringender Bedarf, die Infrastruktur des Flughafens aufgrund dieser rasanten Entwicklung anzupassen.  

Bereits 1992 konnte ein Neubau neben dem Hansahaus (Terminal 1) in Betrieb genommen werden: Dieses Terminal 2 ermöglichte es, mit den Anforderungen Schritt zu halten und das Niveau der Abfertigung am Flughafen deutlich zu verbessern. Seine Kapazität war allerdings rasch wieder erschöpft. Bereits 1995 ging ein Erweiterungsbau in Betrieb, der aus einer benachbarten Halle der Luftfahrtindustrie entstanden war. Beide modernen Terminals verfügten nun zusammen über eine Kapazität von 2,4 Millionen Passagieren pro Jahr.

Parallel erfolgte eine umfassende Modernisierung aller Funktionsbereiche des Flughafens – von der Flugsicherung bis zur Energieversorgung, von der elektronischen Betriebssteuerung bis zur Gastronomie, von Umweltschutzmaßnahmen bis zur Flughafenfeuerwehr. Eine Flugzeughalle aus dem Jahr 1935 wandelte sich in das Luftfrachtzentrum des Airports.

Seit 1998 ist der Flughafen im Internet mit der mehrsprachigen Seite www.dresden-airport.de vertreten. Im gleichen Jahr nahm die Betriebszentrale ihre Arbeit in der umgebauten "Halle 224“ auf. Dort sind heute auch die Abfertigungsfahrzeuge des Schwesterunternehmens PortGround GmbH untergebracht. Zudem wurde der Autobahnanschluss "Dresden-Flughafen“ eröffnet, 1999 der vierspurige Flughafenzubringer Hermann-Reichelt-Straße.

Am 8. September 1998 erfolgte die Grundsteinlegung für den größten Ausbau des Flughafens seit den 1950er Jahren. Aus der ehemaligen Montagehalle 219 der Luftfahrtindustrie, einst die größte pfeilerlose Industriehalle der DDR, entstand das Flughafen Dresden Terminal – 170 Meter lang, 150 Meter breit und 25 Meter hoch.

2001 bis 2010: Modern und leistungsfähig wie nie zuvor - der neue Flughafen Dresden

Illustration: Ein Streifzug durch die Geschichte der Dresdner Luftfahrt

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